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Bei den sogenannten "Waalen" handelt es sich um ein uraltes Bewässerungssystem, das vor vielen Jahrhunderten ausgeklügelt worden war, um den Feldern des extrem trockenen Vinschgaus das nötige Nass zukommen zu lassen.
Der Vinschgau ist das regenärmste Tal des Alpenraums. Mit einfachsten Mitteln wurden kilometerlange Wassergräben gezogen, um das Wasser der Gletscherbäche den Dörfern, Weilern und Höfen zuzuführen. Ohne das so lebenswichtige Wasser hätte es im einst bäuerlich geprägten Vinschgau für viele oft kein Dasein gegeben.
Der sogenannte "Waaler" beaufsichtigt den Waal und teilt den jeweiligen Bauern die Wassermenge zu. Den Waalen entlang führt ein schmaler Weg, der es dem "Waaler" ermöglicht, den Lauf des Wassers zu kontrollieren und eventuellen Hindernissen des Wasserflusses vorzubeugen.
Die "Waalschelle", eine an einem kleinen Wasserrad befestigte Glocke, zeigt dem "Waaler" von Weitem hörbar an, ob das Wasser fließt. Einzelne "Waalschellen" sind da und dort noch in Betrieb.
Viele Waale von einst haben aufgrund moderner Beregnungsanlagen ihre Bedeutung verloren, es gibt aber dennoch viele, die ihre Funktion auch heute noch erfüllen, und man ist bestrebt, sie auch der Nachwelt zu erhalten.
Besonders beliebt sind die Waalwege bei Spaziergängern und Wanderern, denn jeder genießt gerne den herrlichen Panoramablick von der Höhe in die Talsohle und lauscht dem leisen Plätschern des Wassers.
| 19.05. | Min: -2 Max: 18 | |
| 20.05. | Min: 1 Max: 16 | |
| 21.05. | Min: 0 Max: 17 |
Besuch des Vintschger Museums in Schluderns mit der Ausstellung "Wasserwosser" - alles rund um das alte Bewässerungssystem im Vinschgau!